Der Wahnsinn der Worthülsen tobt!!!

Der Wahnsinn der Worthülsen tobt!!!

Nächste Woche halte ich einen interaktiven Vortrag zum Thema Nachhaltigkeit auf der HORECA & Freizeit Fachmesse in Bad Salzuflen. Bei der Vorbereitung dafür bin ich mehrfach über die Wahl meiner Worte für die Präsentation gestolpert und habe diese reflektiert. Erfreuliches Nebenprodukt war die Inspiration für diesen Blogbeitrag.

Worthülsen im Business-Sprech

In nahezu allen kommunikativen Kontexten nehme ich sie wahr! Selbstredend finden wir Dinge und Themen spannend, alle kämpfen für Nachhaltigkeit und einen angenehme Unternehmenskultur. Und ohne Orientierung an Werten geht gefühlt eh seit langem nix mehr!

Das Thema Werte und Stärken liegt uns als Steinbeis-Transfer-Institut besonders am Herzen. Von daher höre ich da besonders genau hin. Werte und Stärken – was bedeutet das eigentlich genau? Häufig gewinne ich den Eindruck, dass Worte verwendet werden, deren Bedeutung klar zu sein scheint, unter denen aber fast jeder etwas anders versteht. Nachhaltigkeit – was genau ist das eigentlich? Ist sie ökologisch, ökonomisch oder sozial? Welche Bedeutung hat sie konkret für Unternehmen?

Seit Jahren empfinde ich sie als zunehmend – die Unschärfe unserer Sprache. Besonders deutlich wird mir das im Umgang mit den Menschen, die glauben, den Nabel eines Unternehmens zu bilden – den Marketingexperten. Gefühlt dokumentieren manche Vertreter dieser Spezies eine Form von Sprachinkompetenz, denn sie hat vergessen, welche Begriffe den Wörtern zugrunde liegen, mit denen sie verbal nur so um sich ballern.

Hinterfragen schafft Klarheit

Wir sind der Meinung, wir müssen uns viel öfter mutiger fragen, ob wir wirklich genau wissen, welche Bedeutung etwas hat. Das gilt nicht nur die die stetig steigende Anzahl an „Business-Buzz-Words„, wie „out-of-pocket“, „think outside the box“, „deep dive“, … , die auf uns einwirken sollen.

Das gilt ganz besonders für Worte, die gesellschaftlich stark besetzt sind, wie zum Beispiel Asyl oder Gerechtigkeit. Bei Wörtern wie diesen muss der Inhalt klar und eindeutig bestimmbar sein.

Selbiges gilt auch im Businesskontext. Bin ich in der Lage, exakt zu erläutern, was die relevanten Faktoren bei der Corporate Identity sind? Bin ich fähig, das Wesen des Talent Management hinreichend genau zu beschreiben?

Meinung sticht häufig Wissen

Unserer Erfahrung nach gibt es in den Unternehmen wenig Nährboden für zeitintensive Definitionen von Wörtern. Vielmehr haben wir ein derartiges Ansinnen häufig als „philosophische Wortklauberei“ empfunden.

Wichtig ist doch, dass es gut klingt! Da ist eben kein Raum für exaktes Wissen – sondern eher für Meinungstrends. Diese Einstellung bildet aber das Fundament, dass Worthülsen zu Argumenten und Überzeugungen mutieren dürfen. Denn, was die Mehrheit kommunikativ teilt, das muss einfach von Bedeutung sein.

Unser Steinbeis BMI Tipps:

Stelle Sie sich bitte generell folgende zwei Fragen:

  • Warum ist das so?
  • Und woher weiß ich das?

Sprachkompetenz wird im Tagesgeschäft mehr und mehr zur Mangelware.

Sie bildet jedoch die Basis dafür, Dinge wirklich zu verstehen, die relevanten Anschlussfragen zu stellen und damit die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Investieren Sie in Ihre „Sprachkompetenz“ – Sie werden es nie bereuen!

Wir – als Steinbeis-Transfer-Institut for Business Management and Innovation –
begleiten und unterstützen Sie auf Augenhöhe durch folgende Fachseminare

auf Schloss Benkhausen.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Steinbeis BMI Team
[der Mensch macht’s!] – speziell in der Kommunikationsqualität

Bildquelle: pixabay.com/ Marketing

 

 

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