Die VUCA Welt – Führungskultur

Die VUCA Welt - Führungskultur

Im letzten Blogbeitrag traf ich die Aussage, dass nach unserer Beobachtung Führungskräfte auf Veränderungen, die „komplexer Struktur“ sind, überwiegend mit „konventionellen Werkzeugen“ reagieren, die lediglich für „komplizierte Strukturen“ geeignet sind.

Die logische Konsequenz ist naheliegend:

Führung muss neu gedacht werden!

Da traditionelle Instrumente wie Planung, Zielvereinbarung, Leistungsbeurteilung und Bonisysteme zunehmend versagen, bedarf es es zwingend einer Novellierung der Führung, bzw. der Führungskultur im Unternehmen.

Was aber muss auf den Prüfstand, um sich als Unternehmen auf den Weg in die digitale Transformation zu machen?

Nach-denkens-werte Ansätze für Unternehmen?

Wir als Steinbeis-Transfer-Institut BMI halten folgende Impulse dabei für nützlich:

  • Gelebte Vertrauenskultur
    Unser Claim lautet: der Mensch macht’s!
    Die Grundlage jeglicher Beziehung fußt auf Vertrauen. Wann immer Menschen integer handeln, getroffene Vereinbarungen einhalten, sich gegenseitig unterstützen und offen und ehrlich miteinander kommunizieren, ist der Nährboden für Vertrauen angelegt.
    Wobei Kontrolle im Sinne eines Monitoring unverzichtbar erscheint.
  • Schwarmintelligenz anstatt Einzelintelligenz
    Um Komplexität auch nur annähernd zu erfassen und zu beschreiben, bedarf es der Diversität, des Austausches und des Perspektivenwechsels aller Beteiligten
  • Irrtum anstatt Fehler
    Fehler können nur dort auftauchen, wo es auch das Richtige gibt.
    Da aber komplexe Systeme einen Einmaligkeitscharakter aufweisen und es kein „richtig“ gibt, existiert es auch keinen Raum für Fehler – höchstens für Irrtümer.
    Die traditionelle Suche nach „dem Schuldigen“ ist da wenig hilfreich! Führungskräften und deren Mitarbeitern kommt die Aufgabe zu, Irrtümer zu riskieren und daraus gemeinsam zu lernen.
  • Übernahme von Verantwortung
    Wenn die Suche nach „dem Schuldigen“ konsequent gestrichen wird, dann fällt dem Mitarbeiter die Entscheidung, ob er Opfer sein oder Verantwortung übernehmen will, deutlich leichter.
  • Das passende Mindset
    Wenn ein Irrtum als Niederlage empfunden wird, dann kann der Austausch über die Betroffenheit und Befindlichkeit helfen, wieder Zuversicht zu gewinnen.
  • Konsequente Vernetzung statt Hierarchie
    Weit über gegebene formale Strukturen hinaus ist ein transparenter Austausch über alle Ebenen und Bereiche erwünscht und wird intensiv gefördert. Die Schaffung der nötigen Infrastruktur (Dialog auf Augenhöhe, Feedback, …) ist dabei eine Kernaufgabe der Führungskräfte.
  • Kompetenz statt Position
    Es ist ein signifikanter Vorteil, wenn relevante Entscheidungen da getroffen werden dürfen, wo auch die Kompetenz sitzt. Aktuell werden Entscheidungen dort gefällt, wo die disziplinarische Verantwortung und/oder die hierarchische Macht liegt.
  • Agilität statt starrer Planung
    Bei komplexen Herausforderungen versagen Best-Practice-Ansätze und den perfekten Plan sucht man vergebens. Es ist hilfreich, für Dynamik zu sorgen und lediglich den nächsten Schritt im Versuch zu gehen.
    Distanz, Intuition und Vision sind dafür essentiell.
  • Nachbesserung statt Perfektionismus
    Die Komplexität bedingt ein hohes Maß an Nicht-Vorhersehbarkeit und zahlreichen nicht immer klaren Wechselwirkungen – da ist Nachbesserung unverzichtbar und absolute Normalität.
  • Erforderlicher Rollenwechsel
    In agilen Unternehmen bedarf es eines Rollenwechsels im Führungsverständnis.
    Die Führungskraft ist
    – ein lösungsorientierter Moderator der
    – Mission,
    – Vision und
    – Strategie des Unternehmens
    – im Fokus hat und dafür sorgt,
    – dass Entscheidungen innerhalb
    – dieser Rahmenbedingungen getroffen werden.

Unser Steinbeis Tipp:
Ein anschauliches YouTube Video zum Thema:

Im nächsten Blogbeitrag geht es um die notwendige Veränderung in der Unternehmenskultur.

 

Wir – als Steinbeis-Transfer-Institut for Business Management and Innovation –
begleiten und unterstützen Sie gemeinsam mit dem BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) in der Veranstaltung „Gamification – Erkennen und nutzen Sie die Kraft des Spieltriebes in Ihrem Unternehmen“ am 13.06.2017 ab 15:30 Uhr auf Schloss Benkhausen.
Direktlink zur Anmeldung!

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Steinbeis BMI Team
[der Mensch macht’s!] – gerade in der Führung

Bildquelle: pixabay.com/ Bienen

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *