Vom absoluten Unsinn der guten Vorsätze

Frage: „Was ist fast so sicher wie das Amen in der Kirche?“
Antwort: „Mindestens ein vorgenommener guter Vorsatz für das neue Jahr!“

Mal ganz ehrlich, gehören Sie auch zu denen, die sich jedes Jahr zu Silvester mindestens einen guten Vorsatz, wie im obigen Bild vornehmen, und sich letztendlich nicht daran halten?
Keine Sorge – Sie sind damit absolut nicht allein!

Wie lange halten die getroffenen Vorsätze denn so?

Dies ist schlussendlich die alles entscheidende Frage: Wie lange orientiere ich mich strikt an meinen Vorsätzen? Wie groß ist dann der Neid – die ehrlichste Form der Anerkennung – auf den Mitarbeiter, Kollegen oder Partner, der es tatsächlich geschafft hat, an seinem Vorsatz fest zu halten und diesen konsequent umzusetzen.

Die Statistik spricht da leider eine deutliche Sprache. Weniger als 5 Prozent der Deutschen halten sich an ihre guten Vorsätze, die sie sich zum Jahreswechsel vorgenommen haben.

Zum Scheitern verurteilt!

Es ist schnuppe, ob beruflicher oder privater Natur, gute Vorsätze sind vor allem eines: zum Scheitern verdammt. Spätestens zu fünften Jahreszeit poppt die Frage auf, warum hat es mal wieder mit dem … nicht geklappt. Warum ist das bloß so?

Der innere Schweinehund?

Gemäß einiger Experten ist die Beantwortung der Frage absolut trivial: Es liegt am inneren Schweinehund, sagen sie. Der wohne in uns allen inne und lauere nur darauf, Vorsätze torpedieren zu können.

In Unternehmen liegt es daran, dass Veränderungen per se schwer und Mitarbeiter sowieso veränderungsresistent seien. Diesen wirklich bequemen Erklärungsansatz bietet uns das Change-Management eh schon seit geraumer Zeit an.

Bequem deshalb, weil wir uns damit ganz elegant aus der Verantwortung verabschieden können!

Der Vorsatz macht’s möglich!

Der Vorsatz ist die Wurzel des Übels! Die Psychologie besagt: Der Vorsatz sei die Absicht, ein bestimmtes Verhalten auszuführen. Die Absicht allein reicht aber nicht aus! Es braucht weitaus mehr als die pure Absicht. Es bedarf der aktiven Entscheidung.

Ich habe nicht die Absicht, weniger zu arbeiten, ich entscheide mich ganz bewusst für X Stunden Freizeit mit meiner Familie in der Woche! So wird ein Schuh daraus.

Warum? Weil die Verbindlichkeit und die Qualität der Aussage ein völlig andere werden. Was es an weiterer Zutat bedarf ist der nötigen Geduld. Genau daran mangelt es uns so häufig.

Die kausale Beziehung – Ursache und Wirkung – liegen häufig zeitlich betrachtet nicht nahe genug beieinander. Daher macht sich das an uns nagende Gefühl des warten müssen breit.

Mit dem Postulat „Ab 2017 vertrauen wir uns!“ verändert sich das Denken und Handeln eben nicht wie gewünscht auf Knopfdruck. Es geht um Prozesse, die entsprechende Zeit bedingen, um sich nachhaltig zu etablieren.

Fazit:
Alles – besonders das Komplexe – braucht seine Zeit!

Unser Steinbeis BMI Tipps:

Legen Sie den Fokus auf die aktiv herbeigeführte Entscheidung

  • Das funktioniert relativ schnell und ist auch nicht kompliziert
  • Um einen Vorsatz zu unterbinden, bedarf es einer emotionalen Grundlage
  • Das, worum es geht, muss für Sie im wahrsten Sinne des Wortes „wertvoll“ und „relevant“ sein

Achten Sie auf diese Faktoren, ansonsten haben Sie sich lediglich nur einmal mehr etwas vorgenommen!

Wir – als Steinbeis-Transfer-Institut for Business Management and Innovation –
begleiten und unterstützen Sie auf Augenhöhe mit dem Fachseminar „Argumentieren unter Stress“  vom 19. – 21.01.2017 auf Schloss Benkhausen

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Steinbeis BMI Team
[der Mensch macht’s!] – gerade in der Entscheidungsfindung

Bildquelle: pixabay.com/ Vorsätze

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