Wo sind Führungskräfte richtig aufgestellt?

Sooo – nach der kurzen Sommerpause geht’s weiter im beliebten Steinbeis-Transfer-Instituts Blog.

Lothar Matthäus äußerte sich sinngemäß einmal so:
Weltklasse-Spieler sind dort aufzustellen, wo sie Weltklasse sind!
Denn „kein Profi spielt gern auf einer anderen Position, wenn er in seiner Stammrolle auflaufen könnte“ ergänzt er. Diesem einfachen strategischen Ansatz konnte ich sofort folgen!

Sind Matthäus Worte in das „Tagesgeschäft Führung“ transferierbar?

Fakt ist, dass in vielen Unternehmen Mitarbeiter geradezu zur Führungskraft  „geschmiedet“ werden, denen genau genommen jegliches Potenzial zur Führungskraft fehlt. Nichtsdestotrotz „stolpern“ eben diese Mitarbeiter auf ihrem Weg zur Führung voran und/oder werden von ihrem direkten Vorgesetzten schnell mal auf die „richtige Spur“ gebracht.

Die Konsequenz ist, dass sie fortan auf einer Position wirken, die weder ihren Fähigkeiten, noch ihren Neigungen entspricht. Das hat etwas von einer permanenten „Vergewaltigung“.

Mögliche Konsequenzen aus fehlbesetzen Führungspositionen

Die Problematik, die aus einer wissentlich fehlbesetzten Führungsposition resultieren kann, ist vielschichtig und kostenintensiv.

Lassen sie mich exemplarisch folgende Beispiele aufzählen, wobei sowohl die Führungskraft selbst, als auch die geführten Mitarbeiter davon betroffen sein können:

  • Generelle oder temporäre Unzufriedenheit jener Führungskraft, die sich mit ihrer Rolle als Führungskraft absolut Null identifiziert
  • Suboptimales Arbeits- / Abteilungsklima und verunsicherte Mitarbeiter, was der „schlechten Führungsarbeit“ geschuldet ist
  • Verschlechterung der Produktivität
    (da wird konsequent mit angezogener Handbremse gearbeitet)
  • Wahrnehmbarer Motivationsverlust, bis hin zur inneren Kündigung
  • Verschlechterung der abteilungs- und bereichsübergreifenden Zusammenarbeit
  • Schwindende Loyalität dem Vorgesetzten und Unternehmen gegenüber
  • Anstieg der Fehlzeiten
  • Hohe Fluktuation (auch von kostbaren Leistungsträgern)
  • Imageverlust des Unternehmens

Menschen kommen zu Unternehmen – aber sie verlassen Vorgesetzte (Reinhard K. Sprenger)

Die oben benannten Beispiele skizzieren nur den Hintergrund der eigentlichen Problematik. Die eingangs erwähnte Äußerung von Lothar Matthäus erfährt in diesem Kontext eine besondere Relevanz für die Thematik. Wenn ein Unternehmen Mitarbeiterbindung wirklich ernst nimmt, dann kommt es nicht umhin, seine Führungskräfte auf allen Ebenen sehr sorgfältig zu rekrutieren und in die Verantwortung zu nehmen.

Wenn dann noch zusätzlich die Führung nicht vor Ort, sondern aus der örtlichen Distanz heraus erfolgt, erfährt dieser Anspruch eine besondere Bedeutung und Dimension.

Das erfordert ein schnelles Umdenken in vielerlei Hinsicht!

Wir – als Steinbeis-Transfer-Institut for Business Management and Innovation –
begleiten und unterstützen Sie auf Augenhöhe mit dem Fachseminar „Führen auf Distanz“  ab dem 16.09.2016 auf Schloss Benkhausen.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Steinbeis BMI Team
[ der Mensch macht’s! ] – extrem in der Führungsaufgabe

Bildquelle: pixabay.com/ Figuren

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