Zielvereinbarungsgespräche – das passende Werkzeug?

Zielvereinbarungsgespräche - das passende Werkzeug?

Es scheint nach wie vor in vielen Unternehmen das Instrument der Wahl schlechthin zu sein, wenn es darum geht „Mitarbeiternähe“ bei der Umsetzung von Unternehmenszielen zu dokumentieren. Gemeint ist die Zielvereinbarung.

Theoretische Suggestion.

Zielvereinbarung – eine Führungstechnik, die suggeriert, dass da irgendetwas in Abstimmung, etwas in gegenseitiger Übereinstimmung partnerschaftlich besprochen und schlussendlich, in welcher Form auch immer, manifestiert wird.Und das bitte völlig harmonisch in einem Gespräch unter vier Augen zwischen der Führungskraft und dem Mitarbeiter. Da ist häufig bitteres Erwachen vorprogrammiert!

Erlebte Umsetzung!

Die erlebte und die in offenen Gesprächen durch Beteiligte beider Seiten bestätigte Praxis stellt sich da leider völlig anders dar!

Wenn sich zum Beispiel die Unternehmensleitung im Kostendruck des globalen Wettbewerbes etwa genötigt sieht, die aktuellen Kosten um einen bestimmten Prozentsatz zu senkten, dann, ja dann haben die Führungskräfte aller relevanten Ebenen dies gefälligst zur Kenntnis zu nehmen.
Und wie so häufig gilt: „Den Letzten beißen die Hunde!“

Die „armen Schweine“ am Anfang der Wertschöpfungskette, also die Führungskräfte der untersten Ebene und deren Mitarbeiter haben dann das Bonbon am Kittel kleben.

Was genau ist da also wann mit wem jemals „vereinbart“ worden?

Zielvereinbarungen als „Kreativitätsmotor“?

Es geht wie so häufig im Leben um das „richtige Verständnis“ damit eine Sinnhaftigkeit erkannt und daran gekoppelt die Akzeptanz der Beteiligten erfolgen kann.

Versuchen Sie es mal damit:
Zielvereinbarungen in unserm Unternehmen sind zunächst nicht als Maßnahmen zu verstehen, sondern als ein möglicher Weg zum Ziel.

Wie klingt das für Sie?
Damit signalisieren Sie keinen generellen Anspruch auf Absolutheit und Richtigkeit der Maßnahmen in der getroffenen Vereinbarung. Sie modellieren damit die Vereinbarung zu einem dynamischen Prozess!

Wenn sich Führungskräfte und deren Mitarbeiter als ernstzunehmende Mitgestalter eines Prozesses versteh dürfen, dann kann es auch in gegenseitigem Einvernehmen zu realistischen, verbindlichen und gelebten Regelungen für die zu leistende Arbeit kommen.

Grundsätzlich existieren zwei Möglichkeiten von Zielvereinbarungen:

  • einerseits als Personalentwicklungsinstrument,
  • andererseits als Mittel der Arbeitsorganisation.

Hilfreiche Elemente in Zielvereinbarungen sind (es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Klarheit und Verständnis über die Unternehmensziele
  • Festlegung von Zwischenzielen
  • Optimierte Koordinierung und Abstimmung zwischen allen relevanten Abteilungen
  • Mehr Bereitschaft zur Übernahmen von Verantwortung durch Personalentwicklung
  • Entlastung von Routineaufgaben durch Delegation bei gleichzeitiger Anpassung der Kompetenzen
  • Analyse von vorhandenen Ressourcen, Arbeitsmittel und Kompetenzen
  • Benötigt Ihr Mitarbeiter zur erfolgreichen Erfüllung der Zielvereinbarung Unterstützung
  • Objektive Kontrolle durch vereinbarte Leistungen in persönlicher Zielvereinbarung
  • Klärung von möglichen Konsequenten bei Nichterreichung

Unser Steinbeis BMI Tipp

Zielvereinbarungen unterstützen den Unternehmenserfolg, indem …

  • Führungskräfte Ziele für ihre Mitarbeiter individuell strategisch entwickeln und argumentativ überzeugend formulieren,
  • geben sie Richtungen vor und definieren relevante Erfolgskriterien.
  • Sie bringen diese in Sinnzusammenhänge mit den kommunizierten Zielen der Gesamtorganisation.

Viele Studien dokumentieren, das die operative Umsetzung die größte Herausforderung für die Unternehmen beinhaltet.

Wir – als Steinbeis-Transfer-Institut for Business Management and Innovation –
begleiten und unterstützen Sie gern auf Augenhöhe durch unsere Angebote.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Steinbeis BMI Team
[der Mensch macht’s!] – gerade im partnerschaftlichen Zielvereinbarungsgespräch

Bildquelle: pixabay.com/ Fernrohr

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