Das www-Format

Wissenschaftliche Erkenntnisse verändern Sichtweisen manchmal grundlegend und gewähren eine bereichernde und zugleich nützliche Perspektive auf die Dinge. Die Entdeckung der Spiegelneuronen war genau eine solche. Sie erlauben uns, durch aufmerksame Beobachtung eines Kontextes die relevanten Elemente zu erlernen, und dies frei von jeglicher körperlichen Aktion. Im Mentaltraining oder Mentales Training, ebenso wie im Sport, wird diese Erkenntnis konsequent mit viel Erfolg angewendet. Mir persönlich ist diese Methode als „what-if-frame“ in meiner Weiterbildung begegnet. Es handelt sich dabei um ein sehr nützliches und zugleich leicht erlernbares Format. Hab ich Ihr Interesse geweckt?

Was wäre, wenn …?

Das www-Format ermöglicht in unterschiedlichsten Kontexten einen überraschenden Erfolg bei wirklich simpler Handhabung.
Die Kernfrage lautet generell: „Was wäre, wenn….?

Ein Beispiel

Mal angenommen Ihr Tag im Job wäre nicht wirklich rund verlaufen. Ihre Gedanken kreisen im Feierabend und Sie kommen nicht runter. Auch als Sie sich zu Bett begeben, lässt Sie der Tag nicht los. Sie kennen die Konsequenz – keine Rede vom so dringend benötigten regenerativen Schlaf und ein völlig gerädertes Aufwachen ist relativ gewiss.

Wer will das wirklich? Was kann aktiv dagegen unternommen werden?

Auflösung!

Geniale Lösungen haben häufig eine Gemeinsamkeit – sie sind von der Struktur her einfach!

Im Falle unseres Beispiels ist der Ansatz: Schlafen Sie mit einem „guten Gefühl“ ein!

Das schafft Entlastung und verbessert Ihre Schlafqualität deutlich.

Konkret bedeutet das: In der Regel ist es nicht der gesamte Tag, der unschön verlaufen ist, sondern vielmehr ein Ereignis oder Erlebnis im Laufe des Tages oder irgendwann in Ihrer Vergangenheit. Lasen Sie uns passende Gegenmaßnahmen ergreifen!

5-Steps-www

Jetzt folgt die Waschanleitung für Ihre Gedanken:

  • Step 1: Fokuswechsel
    Einer meiner Leitsprüche lautet: „Meine Energie folgt meiner Aufmerksamkeit!“
    Das Verhalten anderer Menschen (Mitarbeiter, Partner, …) im eigenen Sinne zu verändern dauert lang und gelingt sehr selten. Der schneller Weg ist der, sich selbst neu zu positionieren.
    Klärende Fragestellung;
    Was wäre, wenn ausschließlich ich durch mein Verhalten diese Situation herbeigeführt hätte?
    Die Beantwortung führt zu diversen Verhaltensvarianten, die aber allen aktiv durch Sie  gestaltbar sind. Beispielsweise können Sie sich in einem Meeting fragen: „Welchen Beitrag leiste ich aktuell, dass sich diese Situation so entwickelt?“
  • Step 2: Verhaltensvariationen modellieren
    Eine grobe Vorstellung davon, was „am Besten“ für Sie wäre haben Sie doch – oder? Schön wären zusätzlich drei Handlungsalternativen, die allesamt dazu führen, dass sich eine Situation „zum Positiven hin“ bewegt. Spielen Sie diese gedanklich durch, und entscheiden Sie sich für die für Sie attraktivste.
  • Step 3: Hochkarätiges Kopfkino
    Endlich ist es soweit! Sie sind mitten am Set Ihres eigenen Topmovies. Und besetzen dabei gleich zwei tragende Rollen – die des „Hauptdarstellers“ und die des „Regisseurs“.
    Die Rolle des Protagonisten erfordert ein hohes Maß an Assoziation. Sie springen sozusagen in den Film hinein und erleben  diesen mit all Ihren Sinnen. Das führt zu sehr viel mehr Gefühl und Identifikation. So können Sie reflektieren, ob sich die gewählte Option für Sie wirklich gut anfühlt.
    In der Regierolle befinden Sie sich in einem dissoziierten Zustand, der Distanz zu Gefühlen ermöglicht. Diese Rolle gestattet Ihnen die Szenen im Film solange zu wiederholen, bis der Hauptdarsteller sein gefühltes o.k. gibt.
  • Step 4: Ressourcenaktivierung
    Sobald der „Film“ im Kasten ist, d.h. die passende Alternative zu Ihrem bisherigen Verhalten gefunden ist, kommt der Part des Lernens. Dazu bedarf es der ehrlichen Klärung, ob Sie über alle notwendigen Ressourcen – wie etwa Selbstvertrauen, Mut, Schlagfertigkeit, Faktenwissen, usw. –  für Ihr „neues Verhalten“ verfügen.
  • Step 5: Zeitreise
    Jetzt, sind Sie ganz wichtigen Schritt weiter! Sie wissen, wie das Tageserlebnis hätte besser laufen können. Weiterhin wissen Sie, was Sie dazu benötigen (Ressourcen) und Sie haben sich durch mehrfaches „Ansehen“ Ihres Filmes ein neues Verhalten antrainiert. Sie erinnern sich an die anfänglichen Spiegelneuronen?

Unser Steinbeis BMI Fazit lautet:

Ausgestattet mit …

  • einem guten Gefühl und
  • unterstützenden Ressourcen
  • können sie sich gut gerüstet in die Zukunft begeben.

Hilfreich kann auch die Anknüpfung an eine ähnliche, schon einmal durchlebte Situation sein. Nur diesmal eben mit Ihrem neu modellierten Verhalten.

Wir – als Steinbeis-Transfer-Institut for Business Management and Innovation –
begleiten und unterstützen Sie auf Augenhöhe wenn es um Ihre  „guten Gefühle“ im Business geht.

Mit herzlichem Gruß und dem aufrichtigen Wunsch für einen entspannenden Schlaf,
Ihr Steinbeis BMI Team
[der Mensch macht’s!] – gerade beim Gefühl und dem Schlaf

Bildquelle: pixabay.com/ 478982

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