Wissens-management?

Die Beantwortung der Frage: „Was ist eigentlich Wissensmanagement?“
kann in zwei Komponenten zergliedert werden:

  1. Wissensmanagement kann als eine Ausrichtung der Managementlehre verstanden werden. Zielsetzung ist das im Unternehmen vorhandene Wissen bestmöglich für die Erreichung der Unternehmensziele einzusetzen und stetig zu entwickeln.
  2. Wissensmanagement kann aber auch als Optimierung des Wissens vom einzelnen her verstanden werden.

Was ist eigentlich Wissen?

  • Wissen ist etwas, was sich im Kopf oder Gedächtnis ereignet.
  • Wissen ist etwas, was erlernt, erfahren, .. werden muss,
    um es jederzeit zum Ausdruck bringen zu können.
  • Wissen mit Sinn und Bedeutung entsteht nur unter der Voraussetzung,
    dass Menschen auswählen, vergleichen, verknüpfen, aushandeln und sich mit anderen austauschen wollen, dürfen und können.
  • Wissen ist eine bedeutungsgerecht bewertete Information.

Dabei ist Wissen als die Summe der Fähigkeiten und Kenntnisse zu verstehen, die Menschen zur Lösung von Problemen einsetzen. Wissen stützt sich auf Daten und Informationen, ist im Gegensatz zu diesen immer an Personen gebunden.

Wissen will verstanden sein!

Wenn Wissen einer Form von Management folgen soll, dann ist es zwingend notwendig, Wissen zunächst zu verstehen.

Wissen kann in unterschiedliche Arten und Formen unterschieden werden:

 

 

  • Individuelles vs. kollektives Wissen
    Das Wissen eines einzelnen Menschen wird auch als individuelles Wissen bezeichnet. Es steht im Gegensatz zu organisationellem oder kollektivem Wissen. Individuelles Wissen stellt für Unternehmen allerdings oft eine „Baustelle“ dar, wenn zum Beispiel ein erfahrener und wissender Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. In einem solchen Fall ist häufig ein Großteil des für das Unternehmen relevanten Wissens unwiederbringlich verloren. Aus diesem Grund muss wahrgenommenes individuelles Wissen zeitnah in organisationelles Wissen überführt werden.
  • Explizites vs. Implizites Wissen
    Auf Menschen bezogen, kann grundsätzlich in explizites Wissen und implizites Wissen differenziert werden.
    Unter explizitem Wissen versteht man Wissen, welches leicht darstellbar ist und leicht weitergegeben werden kann. Diese Form des Wissens kann somit auch leicht durch Gespräche, Dokumentationen, etc. geteilt werden.
    Im Gegensatz zu implizitem Wissen, darunter versteht man Wissen, welches häufig durch Erfahrungen, Ausprobieren, etc. entstanden und verinnerlicht wurde. Man könnte implizites Wissen auch als subjektives Wissen beschreiben. Das Problem an
    implizitem Wissen ist die schwierige oder häufig nicht mögliche Darstellbarkeit dieses Wissens.
    Auch ist dem Wissenden der Besitz oft gar nicht direkt bewusst. Die Weitergabe des
    impliziten Wissens an andere Individuen stellt daher eine spezielle Herausforderung Schwierigkeit an ein gelebtes Wissensmanagement dar.
  • Internes vs. externes Wissen
    Unterscheidet in Bezug auf eine Gruppe, Organisation oder ein Unternehmen, ob das Wissen extern, z.B. eines Geschäftspartners, oder intern ist.

Unser Steinbeis BMI Fazit lautet:

  • Da die schnelle Lösung von Problemen ein zunehmend entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen wird, wächst zwangsläufig auch die Bedeutung der Ressource Wissen.
  • Dennoch wird Wissen in Unternehmen häufig falsch bewertet. Gerade in einem  betriebswirtschaftlich gesteuerten Umfeld tun sich Unternehmen schwer, Wissen als einen relevanten Produktionsfaktor zu positionieren. Dies liegt im Charakter von Wissen begründet – es ist kostenmäßig und betriebswirtschaftlich schwer zu bewerten.

Bleiben Sie weiterhin interessiert!

Wir – als Steinbeis-Transfer-Institut for Business Management and Innovation –
begleiten und unterstützen Sie durch unsere TOP-Expertin Christane Marks auf Augenhöhe mit dem performance café „Wissensmanagement im demografischen Wandel“, am 22.02.2018 auf Schloss Benkhausen.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Steinbeis BMI Team
[der Mensch macht’s!] – speziell im Wissensmanagement

Bildquelle: pixabay.com/ 1122663

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